
Vipassana, die Achtsamkeitsmeditation
Völlig losgelösst von Religionen meditieren viele Menschen, um den Stress des Alltags zu entfliehen, um eine innere Einkehr zu erreichen.
Sicherlich sind wir als Mensch mit vielen Fahigkeiten ausgestattet.
Täglich stürmen unendlich viele Gedanken, Ströme der Angst und Unzufriedenheit auf uns ein. Jede Sekunde unseres Lebens wird verplant. Wir schlafen mit unseren Sorgen ein ein und wachen damit auf. Sollte das schon alles sein ?
Stoppen wir also unsere Gedankenflut und erkennen Belastungen, die immer wieder zwingen uns zu vergessen. Wir sind nicht nach der Suche nach etwas höhrem, wollen keine Wunder erleben. Wir wollen uns nur wieder kennen lernen, so wie wir sind.
Das die Meditation positive Eigenschaften auf den Menschen hat,
ist von der Wissenschaft oft genug bewiesen worden.
Meditation ist viel mehr als NUR Entspannung.
Es lehrt uns unwichtige Gedanken zu erkennen, um das Leben so zu leben, wie es wiklich ist. Unwichtiges fallen zu lassen, sanft beiseite zu schieben.
Aber erst ein tägliches üben bedeutet die Essenz der Meditation zu erfahren.
Vipassana bedeutet Einsicht, die durch unsere Achtsamkeit auf den Moment, unseren Körper und Geist, erreicht werden kann. In den Anfängen wandern unsere Gedanken
ganz schnell zu vielen anderen Dingen um uns abzulenken. Wir versuchen uns dann nicht krampfhaft auf die Meditation zu konzentrieren. Nein, wir beobachten unsere Gedanken und lassen sie dann ganz sanft wieder los. Eine kleine Hilfe dazu ist das beobachten unseres Atems, ohne ihn zu beeinflussen. Wir konzentrieren uns z.B. auf das Heben und Senken der Bauchdecke. Alles was wir tun ist mit der Achtsamkeit verbunden.
Gehmeditation
Auch hier ist die Achtsamkeit der Schlüssel. Wir wollen jeden Schritt, jede Bewegung unsere Füsse erkennen. Wir wollen keinen 1000m-Lauf veranstalten. Nein, ganz kleine Wege und langsame Schritte, sind völlig ausreichend. Mehr bedarf es nicht.
Körperachtsamkeitsmeditation (Bodyscan)
In Achtsamkeit wandern wir durch unseren Körper und nehmen jegliche
Gefühlsreaktionen war. Man wandert mit seinem Atem, z.B.angefangen von den Fusszehen, durch die Beine hoch bis zum Becken, dem Bauch und der Brust über die Arme, Rücken und Schultern, bis man den Kopf erreicht hat. Man lernt so die kleinste Veränderung im Körper zu erleben. Jede noch so kleine Verspannung kann erkannt und behoben werden. Atem bedeutet nicht umsonst "Leben".
Alltägliche Verrichtungen
Lenke deine ganze Aufmerksamkeit auf das, was du gerade tust. Fühle es mit allen deinen Sinnen. Riechst du die Luft und hörst du den Wald, wenn du spazieren gehst ?
Riechst du das Papier, wenn du einen Brief schreibst ?
Isst du wirklich, wenn du isst ?
Erlebe jeden Moment in der Gegenwart,und lasse es dir nicht durch Zukunft und Vergangenheit zerstören.
(c) Frank Tuppek, 2011